Die Gefahr von Alkohol und Nikotin

Bier und Zigaretten

Laut Statistik der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) starben 2016 etwa 74.000 Menschen an den Folgen von Alkohol, 200.000 Menschen durch Nikotin und 1.333 Menschen durch Drogen.

Auswirkungen von Alkohol auf Entwicklungsprozesse

Trinken größerer Mengen verringert die Produktion von Wachstumshormonen und beeinflusst die Gehirnentwicklung, die erst etwa im 20. Lebensjahr abgeschlossen ist. Die psychosoziale Entwicklung wird eingeschränkt, insbesondere im Hinblick auf Schule, Berufswahl und den Abschluss von Ausbildung oder Studium.

Wenn das Rauchen attraktiv wird

Nikotin ist ein Alkaloid mit stereochemisch ähnlicher Struktur wie Opiate. Risiken des Rauchens werden von den Jugendlichen ausgeblendet. Scheinbar relevantere Themen werden durch das Rauchen in ein neues Licht gerückt: Die Frage nach der eigenen Identität, die Zugehörigkeit zu einer Gruppe.

Die Entstehung einer Sucht

Wie eine Sucht entsteht und sich manifestiert

Sucht beginnt mit Verlangen. Bei Verlangen handelt es sich im Grunde um erfolgreiches Lernen durch Belohnung. Und das spielt sich in einem besonderen Hirnareal ab: dem Belohnungssystem. Die Droge, inkl. Alkohol und Nikotin, verlässt dich nie, sie gaukelt dir immer eine falsche Realität vor.

Nervenzellen schütten Dopamin aus. Dopamin ist ein Botenstoff, der bei natürlichen Verhaltensweisen ausgeschüttet wird:

  • Ernährung
  • Sexualität
  • Beruflicher Erfolg
  • Kreativität
  • Körperliche Bewegung (Tanzen, Schwimmen, Fahrrad fahren, Bergsteigen, Singen,etc.)
  • Soziale Kontakte

Nichts anderes passiert bei einem herbeigeführten Rausch. Der Unterschied ist: Sucht wird gelernt. Was sich einmal im Suchtgedächtnis eingegraben hat, ist dauerhaft vorhanden. Die Drogen gaukeln ein falsches Glücksgefühl vor und machen langfristig süchtig, psychisch und seelisch krank. Je länger der Konsum anhält, desto mehr manifestiert sich das Suchtgedächtnis und desto schwieriger wird es, ein dauerhaft konsumfreies Leben zu führen. Nach wie vor gilt das Suchtgedächtnis nicht als auslöschbar, nur ein Umlernen der Suchtkranken ist möglich.

Legalize it – don’t criticize it!

Hanfpflanze

Zur Zeit führen Ärzte, Polizei und Fachexperten der Suchtprävention eine kontroverse Diskussion mit Politikern um die Legalisierung von Cannabis. Übereinstimmend sind sie der Meinung, dass der Eigengebrauch von Cannabis nicht bestraft werden solle. Ich habe Cannabis selbst zu Genüge geraucht und bestätige: Cannabis macht nicht süchtig und auch nicht aggressiv, ganz im Gegensatz zu Alkohol. Ich führe die Gründe für eine Legalisierung auf.

Warum legalisieren?

Entkriminalisierung
Durch die Legalisierung der „weichen Droge“ Cannabis würden Menschen entkriminalisiert werden, die sich – wie Millionen Bürger durch Alkohol und andere legalen Drogen – gelegentlich einen Rausch gönnen, um sich vom stressigen Alltag zu erholen. Ein Vertreter des Bundes Deutscher Kriminalbeamte gab an, dass mehr als die Hälfte aller polizeilich bekannten Drogendelikte auf Cannabiskonsum zurückzuführen sind, von denen jedoch die meisten aufgrund zu geringer Mengen fallen gelassen werden. Eine Legalisierung würde hier viel Zeit und Kosten sparen.

Cannabis hat zahllose heilende Eigenschaften
Seit dem 10.03.2017 darf Cannabis von jedem Arzt verschrieben werden. Wissenschaftlich erwiesen lindert es chronische und krebsbedingte Schmerzen, wirkt beruhigend bei ADHS und Aggressionen, soll überdies Ticks bei Tourette mindern, spastischer Lähmung entgegen wirken und gegen Depressionen, Schlaflosigkeit und Epilepsie helfen. Untersucht wird auch eine wahrscheinliche Verhinderung des Tumorwachstums. Pharmakonzerne wittern daher nicht ohne Grund ein großes Geschäft, welches eine Legalisierung verhindern würde. Laut Statistik der bzga starben 2016 etwa 74.000 Menschen an den Folgen von Alkohol, 200.000 Menschen durch Nikotin und 1.333 Menschen durch Drogen. Bis heute ist allerdings kein einziger Todesfall bekannt, der erwiesenermaßen auf Cannabiskonsum zurückzuführen ist.

Keine Macht den Dealern, keine Macht dem Dreck
Ein Großteil der Dealer strecken Cannabis mit Blei, um es schwerer zu machen und somit ihren Umsatz in die Höhe zu treiben. Blei gilt jedoch als schwer krebserregend, oft bricht dieser erst Jahre nach dem Konsum aus. Zudem wird der THC-Anteil (Tetrahydrocannabinol, der Wirkstoff von Cannabis) so unnatürlich in die Höhe gezüchtet, dass junge Menschen in die Psychose getrieben werden und letztendlich in der Psychatrie behandelt werden müssen. Diesen Menschen bin ich in den letzten zehn Jahren als Krankenpfleger in verschiedenen psychatrischen Kliniken und Wohneinrichtungen zuhauf begegnet um zu wissen, dass die meisten Folgen auf die Konten verunreinigter oder künstlich intensivierter Drogen gehen. Dies führt mich zum nächsten Punkt:

Staatseinnahmen durch kontrollierten Anbau
Nach der Verabschiedung eines entsprechenden Gesetzes würden lizenzierte Händler, die vom Staat beauftragt werden, Cannabis unter strengen Regeln und Vorgaben durch ärztliche Kontrollen anbauen. Der Staat hätte Einnahmen in Milliardenhöhe, die wiederum in Prävention, Rehabilitationskuren und ärztliche Interventionen investiert werden können, um aus Alkohol- und Drogensüchtigen würdige Bürger zu machen.

Fazit:
Ich wünsche unserer Gesellschaft einen Bewusstseinswandel und fähige Politiker, die in der Drogenpolitik einen anderen Weg beschreiten. Eine Regierung, die lediglich der „Drogenmafia“ den Krieg erklärt, kann und wird niemals gewinnen. Zu diesem neuen Weg gehört im ersten Schritt die Legalisierung von Cannabis. Damit würden die Konsumenten dieser sogenannten „weichen Droge“ entkriminalisiert werden und der Staat hätte Einnahmen in Milliardenhöhe. Bisher fließt diese Summe in die Taschen korrupter Anbauer und Dealer. Gäbe es einen staatlich kontrollierten Cannabisverkauf, wären die Substanzen frei von Blei oder anderen gefährlichen Streckmitteln. Unter staatlicher Kontrolle ließe sich auch der derzeit hohe THC-Gehalt der Cannabis-Pflanzen auf ein verträgliches Maß reduzieren. Viele Jugendliche könnten so vor schweren Psychosen bewahrt werden.

Jedoch sollte nach meinem Verständnis und Fachwissen die Legalisierung erst ab dem 21. Jahr gelten, da erst im 20. Lebensjahr die Produktion der Wachstumshormone und die Gehirnentwicklung abgeschlossen ist. Jeglicher Eingriff in diese Entwicklung schadet ihr, dies gilt natürlich vor Allem für das hochgezüchtete THC (Tetrahydrocannabinol) der Anbauer als auch für die Giftstoffe der Zigarette, sowie für das Zellgift Ethanol (Alkohol). Und hier werden Zellen nach einem Rausch nicht mehr erneuert. Sie werden für immer „versoffen“.

Mein Buch – jetzt vorbestellen!

Buchcover "Toximan – Eine Kinderseele vergisst nie"

Wahrheitsgetreu und autobiographisch beschreibt Wolfgang Sosnowski im Buch TOXIMAN seine eigene Drogenkarriere. Er schildert seine Kindheit in einer zerrütteten Familie, wie er in die Drogenszene hineingeraten ist, seine schleichende Suchtentwicklung, seine Räusche, seine Abstürze, seine Therapien und den Drogentod seiner ersten Liebe. Gleichzeitig zeigt er im Buch auf, was Familie und Gesellschaft besser machen können, um ihre Jugendlichen vor Drogensucht zu schützen.

Inzwischen ist Wolfgang Sosnowski seit fünfundzwanzig Jahren clean. Nach jahrelanger Sucht, erfolgreichem Entzug und langjähriger Berufserfahrung in Psychiatrie und Suchtprävention setzt er sich heute für die interaktive Suchtprävention mit Jugendlichen ein. Im Jahre 2012 begann er mit seinem Engagement. Für seine Arbeit an Schulen bekam er von der Drogenbeauftragten der Bundesrepublik Deutschland im August 2012 die Auszeichnung „Projekt des Monats“.

Wer ein Buch vorbestellen möchte, schreibt eine Mail an Wolfgang Sosnowski (mail@toximan.de).

Großes TOXIMAN-Event am 14. Oktober!

Wolfgang im Theaterstück

TOXIMAN lebt seine Authentizität. Er übernimmt mit seiner Arbeit Verantwortung für unsere nachwachsende Generation, z. B. wachsen 2,6 Millionen Kinder und Jugendliche in Familien mit mindestens einem alkoholkranken Elternteil auf. Ebenso gilt sein Theaterstück der Stigmatisierung drogenabhängiger Menschen. Im Anschluss an das Stück findet eine Diskussion mit dem Darstellung und dem Publikum statt.

Wo?
Pfarrkirche Maria Königin des Friedens
Sandersbeek1, 37085 Göttingen

Wann?
14. Oktober um 18:15 Uhr

Programm:
18:50 Uhr „TOXIMAN“, das Theaterstück
19:15 Uhr „PROPHET“, Der Rap zum Theaterstück, gesungen von Josh, einem jungen Künstler
19:30 – 20:00 Uhr Diskussionsrunde mit dem Darsteller und dem Publikum
20:00 Uhr „AVE MARIA“ gesungen von Carola Piechota, an der Orgel Dr. Gerd Bergemann

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